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1. .hi-phi 02:01
2. MLXMLK 03:26
3. Blätter Im Herbst 03:00
4. Gut (5 Minuten) 02:22
5. Redenreden 01:52
6. Yunus (Neidische Nazis) 02:18
7. Pisse 01:47
8. Khalifa Freestyle 03:05  
9. Opa Peter Bis Unendlich 01:34
10. Se Botschaft 03:28
11. Huglife feat. Dramadigs 03:35
12. Özge 03:28
13. Powerrangerblues 02:44
14. Gürhan 02:18
15. Räuberleiter 03:29
Artist page Gold Roger
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Anfang letzten Jahres tauchte ein MC aus dem Nichts auf und gewann das vom Splash Mag ausgerichtete Moment of Truth- Turnier mit links, obwohl er mit Battlerap nichts am Hut hat, in keine Deutschrapschublade passt und auch sonst vieles anders macht. Vielleicht auch gerade deswegen.

Begonnen hat die Gold Roger Story vor gut 20 Jahren in Dortmund. Mit der ersten Stereoanlage schenkt ihm seine Mutter zwei CDs: Eko Freshs Debüt und "Geräusch" von den Ärzten. Das Rap Album verstaubt, Gold Roger wird Ärztefan, entdeckt Terrorgruppe, White Stripes und Skaten für sich. Mit den ersten Räucherstäbchen wird die Lieblingsmusik langsamer und es werden sich erste 16er an den Kopf geschmissen. Doch erst als er 2010 “Cut You Off" von Kendrick Lamar hört macht es Klick: „Zum ersten mal wusste ich, wie ich gern rappen würde“, erinnert sich Gold Roger und spürte gleichzeitig zum ersten mal das Bedürfnis, dies mit der Welt zu teilen. Dieser Impuls geriert jedoch wieder in Vergessenheit und erst 2013 beim „Beat BBQ“ in Köln, fasst er den Entschluss es ernsthaft mit dem Rapding zu probieren und erste Tracks aufzunehmen. Nicht als Karriereoption sondern als Kunstform versteht sich.

Zwei Jahre später erscheinen jetzt via Melting Pot Music seine ersten 15 offiziellen Songs. "Räuberleiter" heisst das Ding und stellt einen MC vor, der sein eigenes Ding dreht. Gold Roger verpackt Coming of Age Stories in 16er, die eigentlich Kurzgeschichten sind. Wenn er von Gürhan, Özge und Opa Peter erzählt, dann ist das autobiographisch aber frei von den Authentizitätdogmen, mit denen sich Rap manchmal selbst limitiert. Gold Roger zeigt: du kannst den "Powerrangerblues" haben und trotzdem Ansagen gegen "Neidische Nazis" machen. Du kannst Malcolm X und Camus zitieren und trotzdem Swag haben.

Die Musik dazu kommt von Suff Daddy, den Dramadigs, Yourz, Cap Kendricks, Afromaniac, Bluestaeb, Enaka, Spexo, Robot Orchestra, Avantgarde und Abzug.
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